Ich arbeite nicht mit einer Vorstellung davon, was das Bild zeigen soll. Ich beginne – mit Linien, Spuren, Flächen – und etwas beginnt sich zu formen. Oft bewegt es sich nah an die Lesbarkeit heran. Ein Fenster vielleicht. Ein Körper. Spuren von Landschaft. Etwas, das aussehen könnte wie Bedeutung. 

Aber genau dort – wo man das Erkennbare fertig stellen könnte, lasse ich los. Meine Bilder bleiben im Davor. In dem Moment, wo sich etwas fast zeigt, aber nicht kommt. 

Ich bewege mich im Zwischenraum: zwischen Sichtbarkeit und Entzug, zwischen Sprache und Fläche, zwischen Gegenstand und Geste. 
Was sichtbar wird, ist nicht das Objekt – sondern der Zustand, in dem etwas noch nichts ist – aber schon etwas macht. 

Die Ergebnisse zeigen also Himmel, Nebel oder Berge – fast. Signaturen, Buchstaben, Sätze – fast.